Verrenberg HistorischDie Familie Georg Leonhard Hoffmann
(1815-1893) in Verrenberg


Verhandlung gegen Michael Hofmann - 1836
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 08.Juni 1836 heist es:
Im Namen des Königs
In der Untersuchungs Sache gegen
Leonhardt Hofmann von Vörrenberg … wegen Injerim erklärt das K. Amts Gericht Pfedelbach, daß
Der gegen Michael Hofmann von vörrenberg vorgebrachte bezicht einer Mißhandlung der Schäfer Zorn als unerwiesen zu beruhen habe, und die Untersuchung gegen Leonhardt Michael und Martin Hofmann wegen wörtlicher Jnjurim gegen den Schäfer Zorn Ferner die Untersuchung gegen Schäfer Schwarz wegen Calimenie und Schultheiß Bort wegen Verleitung seiner Untergebener zu den fraglichen Injerim abzubrechen sei, jedoch Schäfer Johann Zorn von Forchtenberg, obgleich er wegen eingetretener Verjährung hinsichtlich der gegen Leonhardt Hofmann außgestoßener wörtlicher Injerim straffrei zu laßen ist, wegen Veranlaßung des ganzen Vorfalls und somit dieser Untersuchung durch diese weißen Injuruen zur Uebernahme der Kosten der gegenwärtigen Untersuchung zu Verurtheilen sei so beschlossen im K. Amts Gericht Pfedelbach

Georg Leonhard Hoffmann erwirbt das aktive Bürgerrecht - 1842
In der Liste zum aktiven Bürgerrecht im Ortsarchiv findet sich folgendes:
Art der Erwerbung des Bürgerrechts: durch Geburt
Art und Zeit des Eintritts in das Bürgerrecht: "d. Verheurathung 18.Juli 1842 G.R.Prot Bl 163b"

Georg Leonhard Hoffmann will Heiratserlaubnis - 1842
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 18.Juli 1842 findet sich folgendes:
Georg Hofmann, Sohn des hiesigen Bürgers und Ausdingers Leonhard Hofmann sucht um Heuraths Erlaubniß an, und begründet dieses Gesuch damit daß er
1) zur Landwirthschaft persönlich befähigt und auch ein Besizer eines Guthes seye, das eine Familie hinreichend ernähre
2) seiner Braut Catharina Frank von Gnadenthal 660? f. Vermögen beibringe, und ein gutes Prädikat besize, was er durch einen Geburtsbrief vom 25.Merz d.J. in welchen dieses alles bezeugt ist, beweißt.
Das Gemeinderaths Collegium hegt keinen Zweifel in die Richtigkeit dieses Verbringens, hällt den Nahrungsstand Hofmanns für gesichert, und faßt vorbehälltig der Zustimmung der fürstl. Standesherrschaft den
Beschluss
Es solle dem Georg Hofmann Heuraths Erlaubniß ertheilt, seine Braut Catharina Franken in das hiesige Bürgerrecht aufgenommen und für die Gemindepflege dahier in Ansaz gebracht werden.
Pro Surogat für die Braut u. ihr Kind 1f. 30x.
Surrogat für Feuer Aimer und Obstbäume 2f. 42x.
Waisenhaus Gebühr 45x.
Summa 10f. 57x.

Georg Hofmann verkauft Liegenschaften - 1852

Georg Hofmann wird gestraft weil ein Eisenbahnarbeiter unerlaubt übernachtet - 1861
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 05.September 1861 folgendes:
Nach mehrfach eingelaufener Klage gegen Otto Buerger von Augsburg welcher an der Eisenbahn hier arbeitet und sein Logis bei einem hies. Buerger hier haben soll hat die unterzeichnete Stelle den in Oehringen stattionierten Landjäger Maurer beauftragt nach dem Buerger zu fahnden.
Landjäger Maurer hat den Buerger auf der hies. Bahnlinie aufgefunden verhaftet und der unterzeichneten Stelle vorgeführt und übergaben Bürger wurde sogleich dem K. OberAmt zu weiteren Verfügung übergeben.
Bei der dortigen Vernehmung gab Bürger zu daß er schon seit 3 Wochen ......... hier arbeite und bei Georg Hofmann Logiere sein Heimathausweiß befinde sich aber noch bei dem StadtSchultheißen Amt Oehringen
Georg Hofmann hierüber vernommen gibt an
Es ist richtig daß ich den Otto Bürger beherberge und keine Anzeige bei dem SchultheißenAmt gemacht habe weil Bürger seinen Ausweiß noch in Oehringen gehabt hat ich habe ihn öfters ermahnt er müße seinen Ausweiß beibringen was aber jedes mal ohne Erfolg blieb
Beschluß
Da Hofmann ohne amtliche Erlaubniß beherbergte in eine Warnungsstrafe von 1f. 30x zu verurtheilen
Hofmann verzichtet auf den Recours und erkennt die angesezte Strafe an

Rosine Firnkorn wird ein Dienstbuch ausgefertigt - 1863
Im Verrenberger "Verzeichnis der Dienstbücher" steht, dass ihr am 23.03.1863 ein Dienstbuch ausgefertigt wurde.
Sie war 21 Jahre alt.

Catharina Hoffmann wird beim Birnen Diebstahl erwischt - 1865
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 30.August 1865 findet sich folgendes:
Es erscheint der für heurigen Herbstertrag aufgestellte und verpflichtete Weinbergschütz Michael Kipfler von hier und trägt vor:
Ich habe am 29.d.M. Morgens früh 4 1/2Uhr die led. 20Jahre alte Catharina Hofmann in den Weinbergen des Christoph Raigmann von Bizfeld worauf sich ein Birnbaum befindet im Birnen entwendung angetroffen, die Hofmann aber wie sie mich ersehen, so hatte sie die aufgelesenen Birnen wieder von ihrem Schurz aus an den Baum geschüttet ich habe sie angeredet gab aber keine Antwort und hatte sich in ihr Hauß welches an diesem Weinberg liegt von mir entfernt.
Die Birnen haben einen Werth gehabt wenigstens 2-3x
Ferner habe ich mich wieder um 2 Stunden ..... an diesen Ort des Weinbergs begeben und da habe ich die led 44 Jahr alte Rosina Hofmann oben auf diesem Platz angetroffen, dieselbe hat die jenigen Birnen welche Catharina Hofmann aufgelesen aber wieder am Baum geschüttet hat genommen und ist auch in ihr Haus welches nahe an diesem Weinberg liegt gegangen.
Ich stelle diesen Antrag dem Schultheißenamt dahier zur weiteren Verfügung anheim
Die Beklagten wurden auf heute Tag forth zur Verhandlung vorgeladen, welche in Persohn erschienen sind.
Auf vorhalt der Catharina Hofmann gibt dieselbe an:
Es ist richtig daß ich in diesem Weinberg etliche Birnen aufgelesen, aber solche da ich den Bergschützen gesehen wieder an den Baum hin geschüttet und mich nach Hause begeben
Auf vorhalt der Rosina Hofmann gibt dieselbe an:
Es ist richtig daß ich dieses gethan habe was der Bürgschütz angegeben hat und bitte daher um Begünstigung des begangenen fehlers
Weiter weiß ich nichts anzugeben
Da beide zugestanden, daß sie Birnen aufgelesen haben so wurde
Beschlossen
Beide in eine Geldstrafe und zwar die
Catharina Hofmann zu 1f. und die
Rosina Hofmann zu 1f. Strafe zu verfällen.
Die gestraften erkennen die Strafe an und verzichten auf den Rekurs

Maria Katharina Hoffmann wird ein Dienstbuch ausgefertigt - 1866
Im Verrenberger "Verzeichnis der Dienstbücher" steht, dass ihr am 19.02.1866 ein Dienstbuch ausgefertigt wurde.
Sie war 22 Jahre alt.

Eva Maria Hoffmann will nach Nordheim heiraten - 1867
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 27.Dezember 1867 findet sich folgendes:
Auf Ansuchen der Eva Maria Hofmann Tochter des Georg Hofmann von hier welche die Absicht erklärt hat zu Nordhein OA Brakenheim sich nieder zulassen wird von dem unterzeichenten Gemeinderath beurkundet:
1) Daß gedachte Eva Maria Hofmann die eheliche Tochter des Georg Hofmann und seiner Gattin Anna Maria Catharina geb. Firnkorn und lt. vorgelegten Taufscheins am 20.Oct. 1845 zu Verrenberg geboren ist
2) Da0 dieselbe zur Evangel. Confession sich bekennt
3) Daß sie zur Zeit unverehlicht und Kinderlos ist
4) Daß sie Württembergische Staats und Gemeindebürgerin zu Verrenberg ist
5) Daß dieselbe hinsichtlich ihres Prädikats unsers Wissens an keinem der im Geseze vom 2.Dec. 1833 Art. 19. und vom 5.Mai 1852 Art 5. bezeichneten Mängel leidet
6) Das was ihr Vermögen betrifft dieselbe nach glaubhaftem Ausweise
Von ihren Eltern 150f. die wir nach ihrem eigenen Vermögen zu Abreichung eines solchen Heurathguts für befehigt erachten und mit Einrechnung dieses Heurathguts
an Liegenschaft 0f.
an Capital und andern Ausständen 0f.
an baaren Gelde 0f.
an sonstiger Fahrniß und Kleider nebst Leibweiszeugs 150f.
Summa 300f.
besizt worauf nichts in Nuzniesung steht und unsers Wissens keine Schulden haften
7) Daß ihrem Austritt aus dem hies. Staats und Gemeindeverband unsers Wissens von hier aus keine Hinderniß im Wege steht.


Aufnahme von Eva Maria Lell geb. Hoffmann wurde am 10.02.1868 in das Bürgerrecht der Gemeinde Nordheim aufgenommen.

Johann Friedrich Hoffmann wird ein Dienstbuch ausgefertigt - 1871
Im Verrenberger "Verzeichnis der Dienstbücher" steht, dass ihm am 18.02.1871 ein Dienstbuch ausgefertigt wurde.
Er war 16 Jahre alt.

Georg Leonhard Hoffmann muss "wegen Familienverhältnissen" seinen Hof verkaufen - 1873
Im Hohenloher Boten vom 18.06.1873 findet sich folgendes:

Was war mit diesen "Familienverhältnissen" gemeint?
Er war zu diesem Zeitpunkt bereits 58 Jahre alt. Hatte er gesundheitliche Probleme und konnte den Hof an keines der Kinder übergeben?

Johann und Georg Hoffmann bekommen ein Zeugnis - 1873
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 03.Oktober 1873 findet sich folgendes:
Nachstehenden Persohnen wurde auf Aufforderung K. Oberamtsgerichts folgende Gemeinderathl. Zeugnise ausgestellt
1. .......
2. Georg Hofmann Weing. hier
  a. Predikat gut
  b. Vermögen ca. 400f.
  c. Vorstrafen am 5.Sept 1861 wegen unerlaubtem Beherbergen um 1f. 30x.
3. Johann Hofmann led. hier
  a. Predikat gut
  b. Vermögen nichts
  c. Vorstrafen keine
War mit Georg Hofmann der 1815 geborene Vater gemeint?

Georg Hofmann wird angeklagt - 1874
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 10.Juli 1874 folgendes:
Streitsache des Christian Braun Tagl. Hier
gegen
Georg Hofamnn Weingärtner hier
Forderung von 3fl. Für Haus und Scheuer miethe betreffend
wurde durch Vergleich erledigt
Welches Haus und Scheune hatte Georg Hofmann von Christian Braun gemietet?

Johann Hoffmann bekommen ein Zeugnis - 1874
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 02.September 1874 findet sich folgendes:
Auf Anordnung des Königl. Oberamts Oehringen wurde v. Gemeinderath den nachstehenden Persohnen die beigesetzten Zeugnisse über Predikat, vermögen und Vorstrafen ausgestellt.
1. Johann Hofman
  a. Predikat gut
  b. Vermögen keines auch wenig zu hoffen
  c. Vorstrafen am 14. Okt 1873 wegen Jagdt vergehens 4.Tage Gefängnis

Franz Michael Hepp - 1876
Im "Schultheißen-Amts Protokoll" findet sich am 06.Juni 1876 folgendes:
Gemäß Beschlußes der Ortsschulbehörde am 29.Mai 1876 Protk S.61 werden
1. die Eltern der Werktagsschüler
Christian Happ und
Friedrich Meßer
2. der Sonntagsschüler
Heinrich Hofmann
wegen unerlaubten Schulversäumnissen gewarnt, letztere auch zum besuch der Kinderlehre ermahnt

Johann Georg Heinrich Hoffmann bekommen ein Zeugnis - 1880
Im Verrenberger Gemeinderatsprotokoll vom 09.Februar 1880 findet sich folgendes:
Auf Anordnung der Amtsanwaltschaft zu Öhringen wird dem ledigen Dienstknecht
Heinrich Hofmann von hier
folgendes zu bezeugen
Beschloßen
1. Prdikat (soweit hier bekannt da er schon mehrere Jahre auswärts im Dienst ist) gut.
2. Vorstrafen, hat er noch keine erstanden.
3. Vermögen, besitzt er nichts, es wäre denn dass er sich im Dienst etwas erspart hätte, von den Eltern hat er dereinst wenig oder nichts zu hoffen.
4. Hofmann ist am 10 August 1861 geboren somit 18 1/2 Jahre alt und daher noch nicht Militärpflichtig

Johann Georg Heinrich Hofmann wird ein Dienstbuch ausgefertigt - 1881
Im Verrenberger "Verzeichnis der Dienstbücher" steht, dass ihm am 03.02.1881 ein Dienstbuch ausgefertigt wurde.
Er war ca. 20 Jahre alt.

Militärstammrollen, Rekrutierungsstammrollen - Johann Georg Heinrich Hofmann - 1881 bis 1882
Johann Georg Heinrich Hofmann wurde 1881 als Bauernknecht bei Pferden bezeichnet.
Als Aufenthaltsort war zuerst Michelbach eingetragen. Als Nachtrag dann Obersöllbach.
Weiter ist geschrieben:
"Wegen Diebstahl und Unterschlagung gesamtstrafe von 9.Tagen vom 6.April 1880 das kl. Amtsgerichts Oehringen"

Die Dungstelle muss weg - 1884
Im "Schultheißenamt Protokoll" vom 19.April 1884 heist es:
Nach Ruggerichts Protokoll von 1884 §.11. sind die bestehenden Dunglagen vor dem Haus No.10. des Georg und Leonhard Hofmann an der Ortsstraße unten im Dorf zu entfernen und zu solchen Zwecken nie mehr zu benützen. Dieß wirde den betreffenden Persohnen heute eröffnet und zur Beseitigung ein Termin unter Strafandrohung bis 1.Juli d.J. gegeben

 

Quellennachweis.

Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1501 Band 6)
Bitzfelder Kirchenbücher (Mikrofilm KB 1503 Band 25 und 26)
Ortsarchiv Verrenberg: Kaufbücher
Ortsarchiv Verrenberg: Feuerversicherungsbuch von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Schätzungsprotokoll von 1869
Ortsarchiv Verrenberg: Gemeinderatsprotokolle
Ortsarchiv Verrenberg: Schultheißen-Amt Protokoll
Ortsarchiv Verrenberg: Verzeichnis aktiver Bürger ab 1828
Ortsarchiv Verrenberg: A 529 Militärstammrollen, Rekrutierungsstammrollen 1871-1890
Ortsarchiv Verrenberg: A 179 Verzeichnisse der ausgestellten Dienstbücher und Arbeitsbücher 1851-1937
Ortsarchiv Verrenberg: A 13 Bürgerrechtsangelegenheiten 1849-1879
http://pilot.familysearch.org
Hohenloher Kreisarchiv: Der Hohenloher Bote; 1852