Verrenberg Historisch

Verrenberg - Häuser um 1869 mit gewölbtem Keller

Auf der Karte unten von 1839 sind alle Häuser in ROT markiert, die 1869 einen steineren, gewölbten Keller hatten.
Da wo in den Unterlagen keine Hinweise auf einen Keller gefunden wurden, sind die Gebäude GRÜN markiert.
Die grauen Höfe hatten gedrehmten Keller => ein Keller ohne Gewölbe, also mit Balkendecke. Nur ganz wenige Gebäude hatten gar keinen Keller.

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Urkarte von 1833 klein

Hier noch einige Details zu den 1869 vorhandenen steineren, gewölbten Keller

Hof Nr.1:
Im Lager- und Gültbuch von 1684 steht: "Ein öder Hauß und Scheurenplatz unter welchem Haußplatz annoch ein Brauchbar gewölbter Keller, ..."
Im Lager- und Gültbuch von 1740 steht: "Ein öder Hausplatz, worauf der Zeit eine Scheune gebauet, und unter solcher ein gewölbter Keller sich befindet, ..."
Es kann vermutet werden, dass zu Beginn des 30jährigen Krieges ein Haus auf diesem gew. Keller stand, das dann in Folge der Wirren abging.
Dann wäre der Keller wohl vor 1600 entstanden.

Hof Nr.2:
Der gewölbte Keller unter dem Haus Nr.2 wird erstmals 1861 beim Übergang des Hofes von Georg Friedrich Knappenberger an seinen Sohn Carl Christian Knappenberger erwähnt. War er beim Neubau des Hauses um 1796 erbaut worden, oder stammt er von einem Haus, das 1684 bereits abgegangen war?
Im Lager- und Gültbuch von 1684 heist es: "Ein öde Hofstatt, so aniezo ein Sommergärtlein".
Keine Erwähnung eines gewölbten Kellers wie im gleichen Buch für das Nachbargrundstück. Daher ist der Bau um 1796 wahrscheinlich.

Hof Nr.14:
Im Lager- und Gültbuch von 1740 steht: "Besitzt ein Häußlein, so Er erst in Anno 1729 auf einer von Jacob Weckern erkauften 1/2 Virtel Garten erbaut."
In einem Kaufvertrag von 1858 wird der gewölbte Keller erstmals erwähnt.
Da das Alter des Hauses im Schätzungsprotokoll von 1896 mit ca. 150 Jahre angegeben wurde, muss dieser gewölbte Keller um 1729 erbaut worden sein.

Hof Nr.15:
Im Lager- und Gültbuch von 1740 wird von zwei "Graß und Baumgartten" gesprochen. Es gab an dieser Stelle also kein Haus, auch nicht in früheren Zeite.
In einem Kaufvertrag von 1825 wird erstmals ein Keller erwähnt, ohne die Bauform zu nennen.
Schätzungsprotokoll von 1896 wird der gewölbte Keller erwähnt und das Alter des Hauses mit ca. 200 Jahren angegeben. Diese Formulierung wurde gewählt, wenn das Haus schon älter war, man das Alter aber nicht wusste.
Wann genau Haus und Keller erbaut wurden ist unbekannt, aber es spricht einiges dafür, dass es um 1748 war.

Hof Nr.16:
Der bereits 1398 genannte "Balmers Hof" wurde 1753 geteilt. Später wurden für die beiden Hälften die Hausnummern 16. und 17 vergeben.
Unter Haus Nr. 16 ist ein gewölbter Keller, der erstmals im Feuerversicherungsbuch von 1869 erwähnt wird. Unter Haus Nr. 17 befindet sich ein gedrehmten Keller.
Unklar ist, wann der gew. Keller unter Haus Nr.16 entstanden ist, man kann aber davon ausgehen, dass dies um 1700 und früher war.

Hof Nr.18:
Der Keller wird erstmals 1829 in einem Kaufvertrag erwähnt und erstreckt sich über die ganze Länge des Hauses.
Zu diesem Haus und Keller ist noch sehr wenig bekannt, das Alter wird im Schätzungsprotokoll von 1896 mit ca. 200 Jahren angegeben.
Diese Formulierung wurde gewählt, wenn das Haus schon älter war, man das Alter aber nicht wusste.

Hof Nr.19:
1849 wurde eine Ablösungsurkunde zwischen 8 Verrenberger Haus- und Güterbesitzer und den Freiherren Carl, Ludwig, Gustav, Siegmund und Adolf von Gemmingen unterzeichnet. Darunter auch der Hof Nr.19, dessen Kellergröße auffällig ist.
So dass ein Zusammenhang mit dem Lehen der von Gemmingen in Verrenberg wahrscheinlich ist. Hatten die von Gemmingen im Ort Weinberge und diente dieser Keller zum Ausbau des Weines?
1896 wurde im Schätzungsprotokoll das Alter mit ca. 200 Jahren angegeben.Diese Formulierung wurde gewählt, wenn das Haus schon älter war, man das Alter aber nicht wusste.

Hof Nr.20:
In einer Anzeige des "Intelligenz Blatt Oehringen" von 1841 wird erstmal der gewölbte Keller erwähnt.
1896 wurde im Schätzungsprotokoll das Alter mit ca. 200 Jahren angegeben.Diese Formulierung wurde gewählt, wenn das Haus schon älter war, man das Alter aber nicht wusste.

Hof Nr.22:
Der Keller fällt durch seine Größe und die Tiefe auf, in der er liegt. 1623 wurde das darüber befindliche Gebäude zur "Erbschenke".
Die erste schriftliche Erwähnung des gewölbten Keller datiert auf das Jahr 1851 in einer Anzeige des "Hohenloher Bote".
Vielleicht stammt der Keller noch von der 1623 erwähnten "Erbschenke"?

Hof Nr.23:
Aktuell befinden sich 2 gewölbte Keller unter dem Haus Nr.23! Der Neuere wurde 1890 errichtet, als das Haus abgebrochen und etwas versetzt neu erbaut wurde.
Der Ältere stammt von dem ursprünglichen Haus, das vermutlich zwischen 1740 und 1801 auf einer zuvor "öden Hofstatt" erbaut worden war.
Bleibt die Frage, ob diese "öden Hofstatt" auch schon einen gewölbten Keller beinhaltete.

Hof Nr.25:
Dieses Gebäude befindet sich heute, samt dem gewölbten Keller, im Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen.
Haus und Keller wurden um 1714 auf einem Gras- und Baumgarten errichtet.

Hof Nr.26:
Aktuell befinden sich 2 gewölbte Keller unter dem Gebäude Nr.26!
Der Ältere bfindet sich unter dem Wohnbereich und dürfte um das Jahr 1796 stammen. Der Neuere wurde 1875 mit der Erweiterung der Scheune gebaut.

Hof Nr.36:
Erstmals erwähnt wurde der gewölbte Keller 1869 im Schätzungsprotokoll.
Im Schätzungsprotokoll von 1896 wird das Alter mit ca. 100 Jahre angegeben (=> ~1796).

Hof Nr.37:
Erstmals erwähnt wurde der gewölbte Keller 1854 im Schätzungsprotokoll.
Laut dem Schätzungsprotokoll von 1896 wurde das Haus 1799 erbaut.
Stammt der gewölbte Keller aus diesem Jahr, oder von einem Vorgängerbau?

Hof Nr.39:
Im Schätzungsprotokoll von 1869 wird der gewölbte Keller erstmals erwähnt.
In den Hohenlohischen Lager- und Gültbüchern von 1628, 1684 und 1740 konnte kein Eintrag gefunden werden, so dass aus diesere Zeit auch keine Hinweise vorhanden sind.

Hof Nr.40:
Im Schätzungsprotokoll von 1869 wird der gewölbte Keller erstmals erwähnt.
In den Hohenlohischen Lager- und Gültbüchern von 1628, 1684 und 1740 konnte kein Eintrag gefunden werden, so dass aus diesere Zeit auch keine Hinweise vorhanden sind.

Hof Nr.42:
Im Schätzungsprotokoll von 1869 wird der gewölbte Keller erstmals erwähnt.
In den Hohenlohischen Lager- und Gültbüchern von 1628, 1684 und 1740 konnte kein Eintrag gefunden werden, so dass aus diesere Zeit auch keine Hinweise vorhanden sind.

Kirchlein, Schule und Verwaltungsgebäude (Nr.44)
Es sit schon ungewöhnlich, dass sich ein solcher gewölbter Keller unterhalb einem solchen Gebäude befindet.
Man kann wohl davon ausgehen, dass sich an dieser Stelle in früheren Zeiten ein "normales" Wohnhaus befunden hat.
Das heutige Gebäude wurde um 1728 begonnen, nachdem ein 1718-1720 gebautes Gebäude abgegangen war. Der Grund ist unbekannt.
Im Gült- und Lagerbuch von 1684 wird die Lage des Nachbarhauses Nr.43 so beschrieben: "Graß und Baumbgarten, worauf vor Zeiten ein Hauß gestanden, beym Rathauß ..." [siehe die Darstellung auf der Creutzfelder Karte]
War dises Rathaus auf einem im dreißigjährigen Krieg abgegangenen Wohnhaus (mit diesem gewölbten Keller) gebaut worden?

Hof Nr.47:
Erstmals wurde der gewölbte Keller im Schätzungsprotokoll von 1854 erwähnt.
Das Haus gehörte zum "von Gemmingen" Lehen. Daher gibt es keine Einträge in den Hohenloher Gült- und Lagerbücher.
Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Keller Bestandteil eines älteren Hauses war.

Hof Nr.55:
Über dem Eingang zum gewölbten Keller steht die Inschrift "1 6 H W M 8 8" => 16 Hans Michael Weidmann 88

Hof Nr.56:
Erstmals wurde der gewölbte Keller im Schätzungsprotokoll von 1854 erwähnt.
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Hof Nr.57:
Erstmals wurde der gewölbte Keller in einem Eintrag im Kaufbuch von 1868 erwähnt.
Dort wird er so beschreben: "40,0 Ruth Hofraum mit Pumpbrunnen und neben diesem ein gewölbter Keller unüberbaut".
Dieser gewölbte Keller ist heute verfüllt. Er war in den Hang hinein gebaut. Ist er älter, als das nebenan 1781 erbaute Haus?

Hof Nr.62:
Der gewölbte Keller wurde erstmals in einem Kaufvertrag von 1850 erwähnt.
Das darüber stehende Haus wurde 1895 abgebrochen und durch ein Neues ersetzt.
Von wann stammte der Keller? In den Gült- und Lagerbücher von 1628, 1684 und 1740 wird immer von einem Haus an dieser Stelle gesprochen.
Der Keller kann noch von dem 1628 erwähnten Haus stammen, oder später zusammen mit einem Hausneubau entstanden sein.

Hof Nr.63:
1854 wurde der südl. Teil des Wohnhauses abgebrochen und an dieser Stelle ein Neubau errichtet.
Unter diesem Neubau wurde ein gewölbter Keller neu errichtet.

Hof Nr.64:
Zum einen gibt es einen gewölbten Keller unter dem Haus Nr.64. Darin befanden sich früher die Weinfässer, das eingelagerte Gemüse und Geränke. Er ist nicht sonderlich groß
1842 wurde ein freistehender Keller mit einem darüberliegenden Raum gebaut. Dieser gehörte ursprünglich zum Hof Nr.60.
Unter dem haus Nr.64 befindet sich ebenfalls ein gewölbter Keller, der erstmals im Schätzungsprotokoll von 1869 erwähnt wird.



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Urkarte Verrenberg aus dem Jahr 1833